Beiträge von The Outlaw


    Schöner Beitrag.


    Hinzukommt: Das alles funktioniert ja nicht binär. Zum Glück. Man kann sich ja Jodtabletten gemütlich und billig über Amazon kaufen, man kann gerne Whisky trinken, man kann sich beim Spaziergang Gedanken machen.


    Die Effekte, die du beschreibst, kann man für sich zulassen und fördern. Man kann Synergien erlauben und Nutznießen - und dennoch einem Plünderer die Beine brechen.


    Ich denke, dass Krisensituationen immer von den Menschen leichter überstanden werden, die in der Lage sind zu diversifizieren und ihr Handeln breit aufgestellt den Erfordernissen anzupassen. Im Grunde landet man in allen anspruchsvollen Umgebungen bei denselben Mindsettings, die man braucht, um zu bestehen.

    Risikobewertung ist ja immer sehr subjektiv. Ich kenne zum Beispiel Kollegen, die Brandfluchthaube im Koffer mit sich herumtragen, um im Falle eines Hotelbrandes eine höhere Überlebenschance zu haben. Ich finde das 'übertrieben', im Sinne von: Der Aufwand ist mir zu hoch, um dieses Risiko zu vermeiden, aber wenn die betreffenden Kollegen besser schlafen können, wenn eine Brandfluchthaube griffbereit auf dem Nachttisch liegt, dann ist das für sie eine gute Entscheidung. Vielleicht ist es sogar eine richtig gute Entscheidung, wenn ihnen das Teil irgendwann mal das Leben rettet. Sehr, sehr unwahrscheinlich, aber eben nicht ausgeschlossen.



    Das Beispiel ist ganz gut.


    Ich bin zum Beispiel jemand, der in Hotelgebäuden Probleme mit der Orientierung haben kann, wenn alles zu gleich aussieht. Im Gelände kann ich das viel besser.

    Ich habe mir deswegen angewöhnt, mir Wege in Hotels gleich beim Einchecken gut einzuprägen (auch in anderer Richtung), und weil ich auch gerne herumschnüffle, schaue ich auch nach Alternativrouten. Ich lese manchmal auch Rettungspläne. ^^


    Primär ist das eher eine Art "abstraktes Absichern", weil ich mich nicht verlaufen will (schon garnicht vor Dritten ^^). Aber für den Rauch-/Brandfall ist das auch praktisch, und insgesamt fühlt sich das nach einem weichen, aber stimmigen Sicherheitskonzept an.


    Für andere Menschen ist das wahrscheinlich zuviel oder zuwenig.


    Aber ich mag es, wenn solche Konzepte nicht zu sperrig sind, sondern alltagstauglich.

    Aus meiner Sicht sind die schwierigeren Fragen des Heimat- und Katastrophenschutzes nicht die der grundlegenden Grundversorgungsinfrastruktur. Diese existiert natürlich, und diese ist natürlich auch darauf ausgerichtet, Menschen zu versorgen, die unvorbereitet sind.


    Man kann sich ja mal Szenarien ansehen, die etwas schwieriger sind, waren und sein könnten.


    Es gibt irgendein österreichisches Dorf, das durch einen Erdrutsch isoliert worden ist, weil die einzige Zufahrtsstraße zerstört worden ist und die Notstraße für KFZ auch nicht befahrbar ist. Das geht jetzt schon eine ganze Weile (Monate?) so, und das ist natürlich eine große Herausforderung für alle Beteiligten Helfer, Retter und Einwohner.

    Oder die Eifel. Ich weiß jetzt nicht konkret den aktuellen Stand, aber die Herausforderungslage war ja auch für die Anlieger komplexer als "was ess ich denn jetzt nur"? Die Zeit war knapp, die Informationslage dürftig, die staatlichen und medialen Reaktionen zu langsam, die Ausrüstung unzureichend. Einsturzgefährdete, nasse Gebäude. Weggeschwemmte Straßen. Stromausfälle. Kälte. Bei sowas ist man auch schnell im Seuchenschutz.

    Da wir nunmal in Deutschland sind, belasse ich es mal dabei - habe aber im Hinterkopf, dass es auch Brennpunkte in Deutschland gibt, an denen die Hilfemaßnahmen aufgrund des Bewohnerspektrums weniger sortiert ablaufen können.


    Reden wir mal von Krieg. Ich rechne jetzt mal nicht damit, dass Russland in Deutschland einmarschiert. Aber es kann ja zum Beispiel einen Konflikt geben, der dazu führt, dass es zu schwerwiegenden Auseinandersetzungen innerhalb der Bevölkerung in Gegenden mit einem sehr hohen russischen Background gibt.


    Ich denke, es ist sinnvoll, dass man selbst ein bisschen intelligent die eigene lokale (Un)Sicherheitslage ab- und einschätzt. Menschen in extremen Gegenden wie direkt an der Küste oder im Hochgebirge tun das seit Jahrhunderten.


    Der Großstädter sollte sich schon ernsthaft fragen, ob er in einem Szenario der "stützpunktartigen Versorgung durch den Staat" alleine rausgeht oder nicht. Wie sicher und im Extremfall sortiert er seinen Kiez einordnet. Etc.


    Sicherheitskonzepte sind fallabhängig.


    Es schadet natürlich grundsätzlich nicht, Alternativrouten zu kennen, um sich abzusetzen. Oder seine Medikamente zu besitzen. Bargeld zu besitzen. Eine gewisse Wehrhaftigkeit zu besitzen.


    Aber nicht jeder muss sich auf eine Überschwemmung vorbereiten.

    Danke für die Informationen. :) Wieviele Quadratmeter Wandfläche wurden denn ungefähr gedämmt?


    Wie groß waren die Öffnungen zum Einblasen? Wie wurde bei den Entlüftungsschlitzen in Sockelnähe vorgegangen, damit nichts rausrieselt?


    Was habt ihr denn bezahlt?

    Ich: "He, sehen Sie nicht, dass das ein Ameisenhaufen ist? Die darf man nicht kaputtmachen." (jaja, bisschen Kindergarten, aber so war's)


    "Wir haben garnichts kaputtgemacht." (und entfernt sich schnell mit dem Bengel)


    Die liefen dann noch die ganze Zeit vor mir bis aus dem Wald raus. ^^

    Als es vor ein paar Wochen so richtig kalt gewesen war, kam ich dazu, wie so ein Arschlochopa und sein Arschlochenkel einen meiner Lieblingsameisenbauten zusammengetreten haben. Anscheinend war es ganz lustig, den morschen Baumstamm zu zerstören.


    Ich habe das zwar unterbunden, aber der Hügel war dennoch zu einem Dreiviertel zertreten, und es gab auch ein großes Loch.


    Heute habe ich mal nachgesehen. Es tut sich vereinzelt etwas, vielleicht haben meine kleinen Waldfreunde Glück:


    Ich bin absolut kein Prepper. Ich habe genug Zeug hier, um gemütlich durch einen längeren Lockdown oder ähnliches zu kommen, aber das ist kein dafür angelegter Vorrat, sondern einfach Kram, der sich bei mir organisch angesammelt hat.


    Das ist hier auch inzwischen so. Da habe ich mich durchgesetzt, denn ich habe mal durchgezählt und festgestellt, dass wir mit unserem ganz normalen Vorratsverhalten wunderbar hinkommen.


    Zudem wohnen wir auf dem Land. Hier verhungert und verdurstet man nicht.



    Ansonsten denke ich mir: Extreme Krisen kündigen sich normalerweise an und ich würde dann sowieso das Land verlassen, wenn mir die Sache zu haarig werden würde.



    Das Mindsetting habe ich inzwischen auch. Ich versuche dann, rechtzeitig abzuhauen.

    Wahrscheinlich wäre es ratsam, das mal abchecken zu lassen, wenn du es dir nicht erklären kannst.


    Ja, ich weiß, aber ich schaffe es zumindest heute nicht zum Arzt. Das wird wieder alles so ätzend anstrengend in nächster Zeit, und ich habe jetzt schon keinen Bock auf garnichts.


    Ich habe aber in den letzten Tagen mit Blockaden der oberen Wirbelsäule zu tun, und da dieser Atemschmerz unterschiedlich stark je nach Haltung auftritt, denke ich mal, das hängt damit zusammen.



    (Aber ich bin selbst auch immer lahm bei sowas, wie du weißt, und würde auch nicht sofort zum Arzt gehen.)


    Ja, das weiß ich. ^^