Beiträge von Stone

    Wenn also jemandem meine Beiträge gefallen, wird er geneigt sein, sei es auch eher unterschwellig, meiner Aussage Glauben zu schenken, dass ich keine Gefahr darstelle.

    Ich gehe sowieso nicht davon aus, dass du auf irgendeine Weise eine Gefahr darstellen könntest. Ganz egal, was du beruflich machst.

    Ich bin mir sicher, dass die anderen hier das genauso sehen.

    Würde ich z. B. schreiben, ich wäre Oberstaatsanwalt von Düsseldorf, Ermittler bei der Kripo oder Psychologin, dann könnte es passieren, dass Leute mich nicht mehr als Privatperson ansehen, sondern befürchten von mir angeschwärzt oder psychologisiert zu werden. Weil ich aber hier als Privatperson unterwegs bin, spare ich mir so etwas und schreibe, dass ich hier ganz einfach ein Gast bin, wie jeder andere auch.

    Jetzt hast du allerdings durch diese Andeutungen genau den Effekt erzeugt, den du nicht erzeugen wolltest. Wir vermuten jetzt ganz automatisch irgendwas in die Richtung und haben das im Hinterkopf. ^^

    Hast Du ein Schachspiel?


    Ich habe eins, besser gesagt zwei aus Südamerika, Handarbeit aus Onyx, von den "Indianern" hergestellt. Eins ist 50 Jahre alt, das andere über 100. Das jüngere ist "im Tisch" das alte ein Brett (aufklappbarer Kasten).

    Klingt toll. Hast du mal ein Foto?


    Ich besitze auch ein paar Schachbretter. Mein Lieblingsstück ist ein sehr schlichtes, klassisches Staunton-Set aus hellem und dunklem Holz, das ich mir mal irgendwann in Rom gekauft habe. Bei der WM 2008 habe ich es mir von Wladimir Kramnik signieren lassen. – Direkt, nachdem er das entscheidende Spiel und seinen Titel verloren hatte. ^^



    Kurz darauf kam eine Stewardess zu mir an den Platz, nahm micht mit und kletterte (kletterten wir wirklich, ich saß doch schon oben, im Jumbo?) mit mir in Richtung Cockpit. Das war schon recht interessant gewesen und ne tolle Erfahrung. Sowas geht heute bestimmt nicht mehr, heute ist wohl der Pilot hinter einer Panzertür abgeschottet, soweit ich mitbekam.

    Es ist leider inzwischen offiziell verboten, Passagiere während des Fluges nach vorne mit ins Cockpit zu nehmen. Wenn man Ausnahmen macht, sollte man das lieber diskret tun und nicht im Internet drüber reden. ;)

    Ich habe gerade T. C. Boyles "Die Terranauten" gelesen.


    Angelehnt an das reale Experiment Biosphere 2 versuchen acht Personen, vier Männer und vier Frauen, zwei Jahre lang in einem autarken, geschlossenen Ökosystem in der Wüste Arizonas unter Glas zu leben, um Erkenntnisse für ähnlich konzipierte Basen im Weltraum zu gewinnen.

    Als Motto gilt: "Nichts rein, nichts raus", und die Terranauten sind hochmotiviert, die Luftschleuse unter keinen Umständen zu öffnen, bevor die Zeit abgelaufen ist.


    Dann aber treten die ersten Probleme auf: Kakerlaken und Ameisen verbreiten sich, die Sauerstoffanreicherung der Luft nimmt ab, es gibt einen medizinischen Notfall, die Lebensmittelproduktion bleibt hinter den Berechnungen zurück – und Ramsey Roothorp, der Kommunikationsoffizier der Crew, schleppt jede Terranautin ins Bett, die er in die Finger bekommen kann.

    Die Gruppendynamik geht immer weiter den Bach runter und das Experiment, das mit wissenschaftlichem Anspruch begann, verkommt zu einem grotesken Drama, bei dem jeder jedem größtmögliches Leid zufügt.


    Es gibt drei Perspektivträger, die allesamt unsympathisch konzipiert sind, und ich glaube nicht, dass irgendjemand anderes als T. C. Boyle es geschafft hätte, diese Blickwinkel ansprechend zu verkaufen.

    Seltsamerweise – oder vielleicht auch nicht seltsamerweise – haben es mir die Passagen aus Ramseys Perspektive angetan, in dessen Gedanken, Wahrnehmungen und dummen Entscheidungen ich mich zu großen Teilen selbst wiederfinden konnte. Ohne seine Perspektive hätte ich den Roman wahrscheinlich irgendwann beiseite gelegt – die Handlung hat Längen und fühlt sich manchmal an, als würde man ein Highschool-Drama lesen. Gleichzeitig ist es eben genau solche Kindergartenscheiße, die Teams, die zu lange aufeinander hocken, zerbrechen und Gruppendynamiken eskalieren lässt.


    Ich weiß nicht genau, ob ich den Roman weiterempfehlen würde. Ich glaube, die meisten Leser würden ihn eher langweilig und nichtssagend finden.

    Mir hat er auf bizarre Art gefallen.

    Wie kommst du denn auf so etwas?

    Na ja, weil ich geschrieben habe, dass sich die Gesellschaft in den letzten paar Jahrhunderten zum Positiven entwickelt hat, und du mir geantwortet hast, dass dich diese Aussage fassungslos macht.

    Hallo Stone! Du hast geschrieben, man soll sich bei dir melden, wenn man eine Freischaltung möchte. Eine Nachricht kann ich scheinbar aus technischen Gründen nicht senden. Alkohol ist jedoch auch eine meiner Baustellen. Leider kann ich auf das Thema nicht zugreifen. Ich würde also um eine Freischaltung bitten, so bald das in Ordnung ginge. Danke.


    Ich schalte User, die sich beteiligen, für den geschützten Bereich frei, sobald sie ein paar Tage hier angemeldet sind. Hab also bitte noch etwas Geduld.

    Du meinst das ernst? Ich bin etwas fassungslos.

    Würdest du lieber in einer Gesellschaft vor ein paar hundert Jahren leben? Als ungebildeter Knecht ohne Wert und ohne Rechte, der sein ganzes Leben lang von morgens bis abends für ein Stück Brot und ein rattenzerfressenes Bett arbeitet und mit dreißig an irgendeiner Infektion verendet?

    Ich will mich frei bewegen können. Ich will machen, was ich will, wann ich es will, wo ich es will.

    Wer will das nicht?

    Aber ich will auch, dass heißes Wasser aus meiner Dusche kommt und dass ein Arzt meinen Knochen wieder zusammenflickt, wenn ich mir ein Bein breche. Ich will Zahnpasta und gute Musik und einen richtig guten Whisky und Literatur und gute Gespräche und Sex. Also brauche ich andere Menschen.