Neid und Missgunst

  • Hallo,


    ich bin teilweise ein sehr missgünstiger Mensch, der sich über den Misserfolg von anderen freut.

    Ich weiß, dass Neid dahinter steckt, dass ich selber gerne diesen Erfolg hätte.

    Es fällt mir im Alltag sehr schwer mich für andere freuen zu können.


    Kennt ihr diese Gefühle und wie geht ihr damit um?

  • Ich freue mich nicht unbedingt pauschal über Misserfolge, aber ich hasse es, wenn mein Gegenüber eine Art von Erfolg hat, die ich gerne hätte, aber nicht habe.

    Ich finde diesen Zustand auch nicht ausschließlich negativ. Sowas kann zu einem starken Motor werden, wenn es mir gelingt, meinen Ärger in die richtigen Bahnen zu lenken.

    Wie beim Wettrennen. Wenn man überholt wird, läuft man automatisch auch schneller.

  • Joa, das was ich nicht ändern kann, da bin ich vllt ein bisschen neidisch, aber ich spreche es wirklich nie aus, der andere kann ja nichts dafür. Wenn mir die Person wichtig ist, erfüllt es mich sogar mit Stolz.

    Und wenn ich etwas neidisch bin, aber was ändern kann, um auch ähnlichen Erfolg zu haben, dann bemühe ich mich, um es demjenigen nachzumachen. Auch wenn ich weniger Chancen habe, da schlechtere Ausgangslage, ich versuche es trotzdem, aber nur dann, wenn ich dadurch mein Leben verbessern könnte, nicht!, um dem Anderen etwas zu beweisen.

    So ist es gerade auch bei mir in beruflicher Richtung. Und ich muss richtig kämpfen, um es zu schaffen. Viele haben mir davon abgeraten, das anzugehen.


    Aber missgünstig bin ich nicht, denn wenn der andere scheitert, dann wird er sicher selbst schon ausreichend deswegen leiden. Ich lache den dann auch nicht aus, um nicht noch eins obendrauf zu setzen.


    Ich freue mich tatsächlich, wenn mir wichtige Menschen etwas erreicht haben. Ob erkämpft oder glücklicherweise eher zugefallen.

    Es ist zwar ein wenig komisch für mich, wenn ich schlechter bin, so im direkten Vergleich, aber naja, dafür hab ich andere Qualitäten.


    Ich glaube, ich verfüge mittlerweile über ein gesundes Selbstbewusstsein und auch Selbstvertrauen. Das lässt mich die vielen Seiten, der anderen Leute, recht locker betrachten.


    @ Nàmoren: Du hast doch sicherlich auch schon das Ein oder Andere erreicht und bewältigt. Schau doch darauf.

    Ob du gesund bist, frei, einen Abschluss schafftest, schon für andere Menschen da sein und denen helfen konntest, einem Tier ein zuhause geschenkt hast, oder was weiß ich.

    Wenn du zu oft vergleichst mit anderen im Negativen, dann machs mal im Positiven und vorallem beurteile dich selbst mal fair.

  • Ich freue mich eh selten, und wenn, dann nur kurz und nicht besonders intensiv. Deswegen ist "Freude" über Erfolge anderer eh das falsche Wort.


    Ich kann gönnen.

    Ich kann auch missgönnen.


    Beides hängt davon ab, ob jemand mir sympathisch ist oder nicht.


    Die meisten Leute sind mir aber einfach egal. Mir sind ihre Erfolge und Misserfolge egal. Sie existieren auf keiner mich berührenden Ebene. Hinterlassen keinen Ausschlag, keine Bewegung in mir.

    When you come to take mine

    you better bring yours.

  • Ich habe auch schon den Anflug von Neid verspürt. Vor allem, wenn jemand etwas schaffte, was ich nicht konnte. Manchmal bin ich sogar neidisch auf mein altes "Ich"-das Unbeschwerte in mir. Je älter ich wurde umso komplizierter schien mir das Leben zu sein. Verpasste Gelegenheiten usw..X/

    Momentan, habe ich einiges an Baustellen- z.b das Abnehmen, oder Rauchen aufzuhören. Dabei geht mir nicht dieser wütende Neid durch den Kopf, wenn ich von jemanden höre: er/sie haben geschafft so und soviel in der Zeit abzunehmen, sondern es spornt mich eher an. Auf dem Motto: das klappt bei dir sicher auch! Du kannst es auch!

    Ich göhne den Menschen, die ich mag ihre Erfolge und bin traurig, wenn bei diesen Menschen, die mir nahstehen etwas falsch läuft. Umso mehr Freude, wenn sie dann einen Erfolg erleben.

    Bei den fremden Menschen ist es unterschiedlich. Es regt sich vielleicht manchmal ein trauriger Gedanke: das hättest Du auch schaffen können, wenn Du dies/jenes rechtzeitig getan hättest, wenn dies/das nicht da wäre..

    Es ist meistens nicht der pure gehässige Neid bei mir, sondern Schmerz und Traurigkeit - auch bei der Situationen, wo ich mir denke: so warst Du auch mal!

    So we beat on, boats against the current, borne back ceaselessly
    into the past...

  • ...der sich über den Misserfolg von anderen freut.

    Kennt ihr diese Gefühle und wie geht ihr damit um?

    Was ist "Misserfolg"? Stochert das nicht ziemlich an der Oberfläche herum? Ich freue mich z.b. wenn ich davon höre dass ein übler Spekulant an der Wallstreet grosse Verluste erlitten hat, aber auch nicht so richtig, es ist mehr so ein Gefühl von "geschieht ihm Recht". Es ist auch nicht so dass ich demjenigen sein Leben gerne hätte.


    Im ganz nahen persönlichen Bereich geht es fast immer um etwas anderes. In der Familie unter Geschwistern beispielsweise, hat es idR damit zu tun das im Hintergrund super-schräge Nummern laufen, wenn jemand übermässig bevorzugt wird ohne wirklich guten oder nachvollziehbaren Grund.


    Oder wenn sich jemand übermässig gerne über andere stellt, in einer weise die nicht mehr in Ordnung geht (Angeberei, Prahlerei, unnötige schädliche Konkurrenz usw), finde ich es angemessen wenn derjenige ausrutscht und mit dem Gesicht in den Schlamm fällt. Es gibt also so etwas wie schädliches Konkurrenz Verhalten, dass in der Regel (über kurz oder lang) übel aufstösst und zu Gegenreaktionen führt.


    Blanker eher blöder Neid? Weil jemand neue Schuhe hat oder so? Nö das kenne ich nicht. :rolleyes:

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