Die Heilung des Inneren Kindes - (m)eine differenzierte Betrachtungsweise

  • Das nennt sich "Orientierung im Raum": Ich schaue mich in dem Raum um, in welchem ich mich gerade empfinde (in alle Richtungen), bewege dabei auch meinen Kopf (wichtig) und beobachte die Gegenstände, die ich wahrnehme. Zusätzlich achte ich darauf, mit welchen Körperteilen ich den Untergrund bzw. die Sitz/Liegefläche berühre und wie sich das anfühlt (Intensität, Temperatur usw.). Das ist jetzt die Kurzform, die dem Körper und damit dem Nervensystem signalisiert, dass es hier und jetzt sicher ist. Mich hat diese Übung (meistens) recht schnell wieder beruhigt.


    Auf dieser Seite findest du verschiedene Übungen: https://praxis-rhv.de/wie-sie-…en-stabilisieren-koennen/

  • Unter anderem, ja. Wie oft läuft man "blind" durch die Welt? Und genauso verhält es sich bei der Achtsamkeit bezüglich des eigenen Körpers. Ich bin jetzt so langsam auf dem Weg, ihm mehr Beachtung zu schenken. Kleines Beispiel (für andere selbstverständlich, für mich bisher nie - oder nur aüßerst selten): Ich benutze doch tatsächlich Sonnencreme und setze eine Kappe auf, wenn ich mich in der prallen Sonne aufhalte. 8)

  • Unter anderem, ja. Wie oft läuft man "blind" durch die Welt? Und genauso verhält es sich bei der Achtsamkeit bezüglich des eigenen Körpers. Ich bin jetzt so langsam auf dem Weg, ihm mehr Beachtung zu schenken. Kleines Beispiel (für andere selbstverständlich, für mich bisher nie - oder nur aüßerst selten): Ich benutze doch tatsächlich Sonnencreme und setze eine Kappe auf, wenn ich mich in der prallen Sonne aufhalte. 8)


    Ein total interessantes Beispiel, da wär ich nie drauf gekommen im Zusammenhang mit Achtsamkeit!


    Ich mach das schon seit Ewigkeiten wegen einem abartigen Sonnenbrand, den ich mal in der Jugend hatte Sonnenbrand…
    , so schmerzhaft

  • "Mens sana in corpore sano" - so heißt es doch so schön. Und wenn 95% des Serotonins (Wohlfühlhormon) im Darm und nur 5% im Gehirn gebildet werden, kannst du dir sicherlich vorstellen, welch enorme Effekte eine darmgesunde Ernährung hat. Wie läuft es denn, wenn es einem mental nicht gut geht? Man nimmt (meistens) nur Fertiggerichte, Fastfood, Süßigkeiten und Softdrinks zu sich. Ich möchte das aber jetzt nicht verallgemeinern, also spreche ich hier mal (wieder) nur von mir - in den Zeiten, wo's mir echt dreckig ging , hatte ich nicht mal den Gedanken, mir etwas Gesundes zuzubereiten/zu kochen. Und das hatte dann direkte Auswirkungen auf mein gesamtes System. Manchmal (aber immer seltener) werde ich noch wütend und denke/sage dann: "Dieser Scheiss-Öko-Fraß - keinen Bock mehr drauf!" Haue mir dann Pizza und Schokoriegel rein und fühle mich dann am nächsten Tag ziemlich energielos und matt. Lohnt sich also echt, da anzusetzen.

  • Finde ich sehr schön, dass du Wege für dich findest :-).

    Die Reise, auf die du dich mit deiner Frau begeben hast, bleibt bestimmt spannend und bringt noch viele Erkenntnisse ans Licht.


    Das Buch von Stefanie Stahl "Das innere Kind muss Heimat finden" habe ich auch, ich muss aber zugeben, dass ich es noch nicht gelesen habe.

    Danke fürs Ergänzen der Autoren und Titel.


    Dieser Kurs ging über 30 Tage, aber auch hier ist Geduld gefragt, denn nach dieser Zeit ist das Innere Kind nicht geheilt und das Leben wird auch nicht plötzlich besser - allerdings ist das Wissen um die eigenen Einschränkungen und die Hintergründe schon viel wert - was für die meisten Angebote zu dieser Thematik gilt.

    Solche Kurse sind eher wie ein Anstupsen oder? Man fängt an, sich Gedanken zu machen, begibt sich auf den Weg, sich besser/anders kennenzulernen, sich mit sich selbst anders auseinanderzusetzen, als man es bisher tat oder?

  • Ich höre regelmäßig den Podcast von Stefanie Stahl, wo sie die Zuhörer in Therapiesitzungen mitnimmt. Da konnte ich schon sehr viel für mich selbst mitnehmen.

    So wilde Freude nimmt ein wildes Ende,

    Und stirbt im höchsten Sieg, wie Feu'r und Pulver

    Im Kusse sich verzehrt. Die Süßigkeit

    Des Honigs widert durch ihr Übermaß,

    Und im Geschmack erstickt sie unsre Lust.

    Drum liebe mäßig; solche Lieb' ist stät:

    Zu hastig und zu träge kommt gleich spät. -William Shakespeare-

  • Phinia


    Danke für den Hinweis, ich interessiere mich auch für Podcasts.

    Magst du sagen, was Du da für dich mitnehmen konntest?

    Der Podcast heißt „Stahl aber Herzlich- Der Psychotherapie-Podcast“.
    Mein Schattenkind hat einige negative Glaubenssätze aus der Kindheit und meiner Vergangenheit mitgenommen und inzwischen gelingt es mir besser zu erkennen, wann das Schattenkind getriggert wird oder wann meine Wahrnehmung angemessen ist.
    In einigen Gästen habe ich mich wiedererkannt und fand interessant, was die Steffi Stahl dann dazu sagte.


    Zum Beispiel bin ich ein sehr angepasster Mensch, mir ist Harmonie sehr wichtig und Konflikte waren für mich sehr schlimm. Das kommt aus meiner Kindheit, mein Vater war sehr leicht reizbar und ich musste immer aufpassen was ich sage. Ich war als Kind daher bestrebt ruhig und lieb zu sein und konnte mit Leistung zeigen auch dafür sorgen, dass er positiv reagierte.
    Daraus entstand der Glaubenssatz, ich werde nur geliebt, wenn ich Leistung zeige bzw. wenn ich mich anpasse.

    Mein Vater war aber überarbeitet, stand ständig unter Druck und konnte deshalb nicht so für mich da sein, wie ich es gebraucht hätte. Das lag aber nicht an mir, ich bin gut so wie ich bin. Auch eine Meinungsverschiedenheit führt nicht automatisch dazu, dass ich weniger geliebt werde. Wichtig ist die richtige Balance zwischen Autonomie und Bindung zu finden und ich denke, dass es mir inzwischen ganz gut gelingt.

    So wilde Freude nimmt ein wildes Ende,

    Und stirbt im höchsten Sieg, wie Feu'r und Pulver

    Im Kusse sich verzehrt. Die Süßigkeit

    Des Honigs widert durch ihr Übermaß,

    Und im Geschmack erstickt sie unsre Lust.

    Drum liebe mäßig; solche Lieb' ist stät:

    Zu hastig und zu träge kommt gleich spät. -William Shakespeare-

  • Klar, wenn man weiß welche…

    Zum Beispiel Mikronährstoffe: Ich nehme jetzt seit einigen Wochen "Schwarzes Maca"-Kapseln, weil ich Muskelaufbautraining mache und die auch (wie Proteinpulver) den Muskelaufbau fördern. Darüber hinaus gibt es noch etliche positive Wirkungen (wissenschaftlich erwiesen).

    Ja, ganz gewaltig sogar. Ich sehe die Welt jetzt nicht mehr als gefährlichen Ort, in dem alle Menschen mir etwas Böses wollen und ich ständig "auf der Hut sein" muß. An Hetzereien, Unterstellungen und Lästereien anderer Leute beteilige ich mich demzufolge auch nicht mehr. Bedingt durch die Erlebnisse in meiner Kindheit befand sich mein Nervensystem seit damals in einem fast dauerhaft sympathikotonen (übererregten) Zustand, was mein Stresstoleranzfenster schon arg einengte. Das wird jetzt immer weiter (und elastischer) - das heißt, ich komme aus Über- und Untererregungszuständen (Nervosität und Dissoziation) viel schneller und leichter heraus. Diese Regulationsübungen helfen wirklich - nicht nur im Akutfall, sondern auch, um die alten Netzwerke langsam zu deaktivieren und neue Verknüpfungen zu bilden, die in Ruhe agieren. Heute habe ich den vierten ventral-vagalen (ausgeglichenen) Nervensystemzustands-Tag in Folge und falle nach dem Aufwachen/Aufstehen nicht mehr in diesem Alarmzustand, der mich Jahre/Jahrzehnte begleitete.


    Bezüglich der Podcasts kann ich den von Verena König wärmstens empfehlen - sie erklärt die Sachverhalte in Ruhe und Freundlichkeit.

    Der Gegenpart sind die Videos von Michael Begelspacher - er nimmt kein Blatt vor den Mund, haut die Fakten einfach raus und benutzt sogar manchmal Schimpfwörter, was ich aber gut finde, weil er nicht krampfhaft "auf heile Welt macht". Ja - die beiden sind bei uns aus der "Heilungsgeschichte" geblieben. Allerdings muß ich auch sagen, dass zu viel Selbstreflektion auch nicht gut ist, weil man dann den ganzen Tag analysiert - der Alltag möchte ja auch geschafft werden. ;-)

  • Hallo Didi : Gerne. bajhjkadhka
    Kontinuierlich bekomme ich meine klare Linie allerdings (noch) nicht hin: Bisweilen falle ich wieder in die alten Verhaltensmuster (Kompensation) zurück, besinne mich dann aber wieder auf das, was ich ändern möchte und schon geändert habe. kqjdhakjhdjak

  • Hallo Didi : Gerne. bajhjkadhka
    Kontinuierlich bekomme ich meine klare Linie allerdings (noch) nicht hin: Bisweilen falle ich wieder in die alten Verhaltensmuster (Kompensation) zurück, besinne mich dann aber wieder auf das, was ich ändern möchte und schon geändert habe. kqjdhakjhdjak

    Dass man manchmal wieder zurück fällt, ist denke ich normal!

    Wichtig ist der zweite Punkt, nämlich dass du dich wieder darauf besinnst!

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    • kqjdhakjhdjak
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