Sozialverdruss – ausgelagert aus: "Monologe (mit Dialogen)"

  • War es denn auch etwas schön?

    Das Essen war lecker. ^^



    Stundenlang in der Kälte herumstehen und Punsch trinken ist aber nix für mich.

    Ich habe ja allgemein das Problem, dass soziales Beisammensein mich schnell nervt. Mir wird dann irgendwann bewusst, wie viel dummes Zeug geredet wird, einfach um des Redens willen, und ich werde dann automatisch ein bisschen grantig. Nicht nach außen, weil ich nicht wie ein übelgelaunter Grinch wirken will, aber innerlich setzt mir das zu. Auch deshalb, weil ich mich ein bisschen darüber ärgere, dass ich in solchen Momenten so schnell genervt bin und nicht einfach jemand sein kann, dem das auch Spaß macht.

  • Ich habe ja allgemein das Problem, dass soziales Beisammensein mich schnell nervt. Mir wird dann irgendwann bewusst, wie viel dummes Zeug geredet wird, einfach um des Redens willen, und ich werde dann automatisch ein bisschen grantig. Nicht nach außen, weil ich nicht wie ein übelgelaunter Grinch wirken will, aber innerlich setzt mir das zu. Auch deshalb, weil ich mich ein bisschen darüber ärgere, dass ich in solchen Momenten so schnell genervt bin und nicht einfach jemand sein kann, dem das auch Spaß macht.

    Kommt mir sehr bekannt vor. Ab dem Moment, ab dem einem bewusst wird, was für dummes Zeug wieder gesprochen wird, ist es eigentlich schon gelaufen. Dann reicht es schon und man könnte wieder heim gehen, besser wird der Abend oder die Veranstaltung oder wo auch immer man dann ist, nicht mehr. Ich muss dann immer aufpassen, dass ich meine Ungeduld nicht zeige.


    Ohne Essen bräuchte es keine Weihnachtsmarkt ^^.


    Mir fällt gerade noch was Schönes ein: Ich habe mir auf dem Weihnachtsmarkt ein Schaffell für meine kleine Hängematte im Wohnzimmer gekauft. Jetzt habe ich eine sehr gemütliche Winterhängematte.

    Das klingt total gemütlich :-). Dann hat es sich ja doch noch gelohnt ^^.

  • Ab dem Moment, ab dem einem bewusst wird, was für dummes Zeug wieder gesprochen wird, ist es eigentlich schon gelaufen. Dann reicht es schon und man könnte wieder heim gehen, besser wird der Abend oder die Veranstaltung oder wo auch immer man dann ist, nicht mehr.



    Ja. Wobei ich sagen muss, ich umgebe mich privat zumindest jenseits von irgendwelchen "sozialen" Veranstaltungen fast gar nicht mit Menschen, die wirklich dummes Zeug reden. Außer bei besagten Veranstaltungen oder bei zum Treffen mitgebrachten Bekannten/Familie von Bekannten kommt das kaum vor.


    Im beruflichen Umfeld passiert das schon regelmäßig, aber dafür gibt es ja zumindest immerhin Geld.^^


    Was privat bei mir regelmäßig vorkommt, das ist, dass ich nicht mitziehen kann mit anderen innerlich. Ich empfinde dann andere als dumm und oberflächlich und weiß gleichzeitig natürlich zwar kognitiv, dass ich kein überlegener Vertreter einer geheimen Herrenrasse bin, sondern dass mich einfach die Andersartigkeit der Menschen um mich herum stresst.

    Mich stresst auch zusätzlich, dass ich mich nicht auf dieser Ebene bewegen kann in dem Moment. Die anderen können das, aber ich meistens eben nicht. Und andere ziehen auch nicht bei mir mit. Ich bin dadurch fast immer alleine in meinem aktuellen Flow, und ich kann die anderen in ihrem aktuellen Flow auch nicht begleiten.

    Das passiert mir sehr regelmäßig, und was ich auch kenne, das ist dieser innere Unmut, der Zorn, dass niemand wirklich Interesse an mir aufbringt oder meine "Maske" durchschaut oder wenigstens hinterfragt.

    Ich muss dann immer aufpassen, dass ich meine Ungeduld nicht zeige.


    Ich auch. Aber ich glaube, ich kann das meistens ziemlich gut.

  • Ich empfinde dann andere als dumm und oberflächlich und weiß gleichzeitig natürlich zwar kognitiv, dass ich kein überlegener Vertreter einer geheimen Herrenrasse bin

    Das ist allgemein immer so ein schwieriges Thema. Denn es existieren ja wirklich mal mehr und mal weniger ausgeprägte kognitive Unterschiede zwischen Menschen, die sich in der Kommunikationsweise und den Inhalten niederschlagen, und wenn die Unterschiede größer und spürbarer werden, dann entsteht natürlich eine Hürde, die ein Gefühl von Andersartigkeit oder Fremdheit auslösen kann.

    Man wirkt nur sofort narzisstisch gestört, wenn man versucht, das in Worte zu fassen, selbst wenn man damit gar keine spezielle Person meint.

  • Ich habe ja allgemein das Problem, dass soziales Beisammensein mich schnell nervt. Mir wird dann irgendwann bewusst, wie viel dummes Zeug geredet wird, einfach um des Redens willen, und ich werde dann automatisch ein bisschen grantig. Nicht nach außen, weil ich nicht wie ein übelgelaunter Grinch wirken will, aber innerlich setzt mir das zu. Auch deshalb, weil ich mich ein bisschen darüber ärgere, dass ich in solchen Momenten so schnell genervt bin und nicht einfach jemand sein kann, dem das auch Spaß macht.

    Ich habe darüber nachgedacht, ob ich das auch kenne und ich glaube nicht.
    Ich glaube, dass es damit zusammenhängen kann, dass ich sowas nicht mit Bekannten mache, sondern mir der Familie oder guten Freunden, für die ich mich interessiere und auch andersherum. Auch mit Arbeitskollegen gibt es eigentlich immer für mich interessante Gespräche.


    Mit Bekannten, wo man nichts gemeinsam hat, wie die Arbeit oder ein Hobby, ist es oft schwieriger ein interessantes Gespräch aufzubauen, aber das habe ich irgendwie eher selten.

    So wilde Freude nimmt ein wildes Ende,

    Und stirbt im höchsten Sieg, wie Feu'r und Pulver

    Im Kusse sich verzehrt. Die Süßigkeit

    Des Honigs widert durch ihr Übermaß,

    Und im Geschmack erstickt sie unsre Lust.

    Drum liebe mäßig; solche Lieb' ist stät:

    Zu hastig und zu träge kommt gleich spät. -William Shakespeare-

  • Mit Bekannten, wo man nichts gemeinsam hat, wie die Arbeit oder ein Hobby, ist es oft schwieriger ein interessantes Gespräch aufzubauen, aber das habe ich irgendwie eher selten.

    Ja, ich denke auch, dass es relativ normal ist, genügend Menschen zu finden, mit denen es passt. Ich wünschte, das wäre bei mir auch so, aber ... Hm. Tja. ^^

  • Ja, ich denke auch, dass es relativ normal ist, genügend Menschen zu finden, mit denen es passt. Ich wünschte, das wäre bei mir auch so, aber ... Hm. Tja. ^^

    Das ist aber auch ein Grund, warum ich nicht oft etwas mit anderen (abgesehen von meinem Freund) unternehme. Ich werde nicht gefragt und frage hingegen auch niemanden.

    So wilde Freude nimmt ein wildes Ende,

    Und stirbt im höchsten Sieg, wie Feu'r und Pulver

    Im Kusse sich verzehrt. Die Süßigkeit

    Des Honigs widert durch ihr Übermaß,

    Und im Geschmack erstickt sie unsre Lust.

    Drum liebe mäßig; solche Lieb' ist stät:

    Zu hastig und zu träge kommt gleich spät. -William Shakespeare-

  • Das ist allgemein immer so ein schwieriges Thema. Denn es existieren ja wirklich mal mehr und mal weniger ausgeprägte kognitive Unterschiede zwischen Menschen, die sich in der Kommunikationsweise und den Inhalten niederschlagen, und wenn die Unterschiede größer und spürbarer werden, dann entsteht natürlich eine Hürde, die ein Gefühl von Andersartigkeit oder Fremdheit auslösen kann.

    Man wirkt nur sofort narzisstisch gestört, wenn man versucht, das in Worte zu fassen, selbst wenn man damit gar keine spezielle Person meint.

    Das kenne ich schon so seit meiner Kindheit, in Parallelwelten zu leben.

    Ich überlege gerade ob ich mich daran gewöhnt habe? Mir kommt es aber so vor wie wenn Parallelwelten in unserer Gesellschaft normaler geworden sind, durch die sehr tiefe Spaltung die entstanden ist.


    Hier auf dem Dorf ist es offensichtlich dass wir nicht dazu gehören, aber das ist nicht weiter schlimm, wir machen uns ganz offen übereinander lustig. Ich frage dann immer nach wann endlich mal einer einen Sprachkurs anbietet damit ich so reden kann wie sie und eventuell aufnahme finde, das gibt immer viele Lacher.

  • Ich ziehe jetzt meine Skihose an und setz mich raus in die Sonne, trink dort meinen Kaffee und guck mir die Natur an.

  • Das ist allgemein immer so ein schwieriges Thema. Denn es existieren ja wirklich mal mehr und mal weniger ausgeprägte kognitive Unterschiede zwischen Menschen, die sich in der Kommunikationsweise und den Inhalten niederschlagen, und wenn die Unterschiede größer und spürbarer werden, dann entsteht natürlich eine Hürde, die ein Gefühl von Andersartigkeit oder Fremdheit auslösen kann.

    Man wirkt nur sofort narzisstisch gestört, wenn man versucht, das in Worte zu fassen, selbst wenn man damit gar keine spezielle Person meint.


    Ja.


    Man wirkt "narzisstisch gestört" oder schlicht arrogant, wenn man erkennt, dass Intelligenz, Bildungsgrad, Emotionalität und Argumentationsgeschicklichkeit einen Menschen zum attraktiven bzw. unattraktiven Gesprächspartner machen können. Ja.


    Ich kenne es ja umgekehrt von mir selbst, diese Bandbreite aus Verärgerung und Belustigung, die ich empfinde, wenn ich jemanden auf diesen Ebenen für unangemessen Selbstbewusst kategorisiere. Das passiert vor allem dann, wenn jemand sich (noch) nicht meinen Respekt erarbeitet hat durch die Weise, wie er seine Gedanken in die Welt trägt, ausbaut, verteidigt. Dann denke ich zwar nicht "Narzisst", aber positiv ist das auch nicht pro forma. Was ich aber legitim finde.


    Bei mir gibt es in diesem Themenfeld den Effekt bei Treffen mit Menschen, dass ich selbst oft zu faul bin, um tief in ein Thema mit einzusteigen, und das Gegenüber aber irgendwie mehr Lust hat als ich, ein Thema zu bearbeiten, und das oft in einer Weise tut, die mich nicht motivieren kann, groß mitzumachen. Ich werde dann zunehmend von ja-ist-ja-gut- oder noch unangenehmer von ich-weiß-jetzt-schon-was-gleich-kommt-Gefühlen dominiert, und letzteres ist eins der zermürbendsten Gefühle, die ich kenne, weil es so oft auftritt und ich so zielsicher bin. Das kann man aber wirklich eher nicht zeigen oder sagen, denn das ruiniert schnell alles.^^ Ich liefere dann lieber kurz, was die Situation befriedigt, und zieh mich so weit raus wie möglich.


    Ob andere das bei mir umgekehrt auch so empfinden, weiß ich nicht. Kann sein.


    Wäre mal spannend, aber das sagt einem ja leider niemand.

  • (Nachtrag: Ein eher themenferner Gedanke in Bezug auf Menschen, mit denen es passt im breiteren Sinne:

    Ja, ich denke auch, dass es relativ normal ist, genügend Menschen zu finden, mit denen es passt. Ich wünschte, das wäre bei mir auch so, aber ... Hm. Tja. ^^


    Bei mir ist es auch nicht so. Ich habe sehr wenige Menschen, und auch dort ist das vermutlich eher atypisch in der Konstellation.

    Aber ich weiß auch nicht, ob ich behaupten würde, es mir anders zu wünschen in Bezug auf die Anzahl.


    Nicht falsch verstehen, aber ich glaube, das wäre mir "zu anstrengend", das Wort passt nicht perfekt. Vielleicht begreift man trotzdem, was ich meine.)

  • Da das Thema "passen" aber ja im Sinne von "anregende Gesprächsführung" steht: Ja. Das würde ich auch gerne häufiger erleben.


    Ich liebe interessante Gespräche. Aber sie sind selten. Mich interessieren vielleicht zu exotische Sachen oder Aspekte von Sachen.


    Oft enden auch Gespräche, wenn ich versuche, das in "meine" Richtung zu lenken.^^

  • Nein, ich merke erst im Nachhinein, dass es kräftezehrend war.

    So wilde Freude nimmt ein wildes Ende,

    Und stirbt im höchsten Sieg, wie Feu'r und Pulver

    Im Kusse sich verzehrt. Die Süßigkeit

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  • Das bedeutet, in dem Moment hast du eher Gefühle von Leichtigkeit und einem "Flow"?

    Genau, es läuft dann einfach wie von selbst. Ich mache mir oft vorher Gedanken, dass hoffentlich keine komische Stimmung kommt, aber das ist eigentlich immer unbegründet.

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  • Genau, es läuft dann einfach wie von selbst. Ich mache mir oft vorher Gedanken, dass hoffentlich keine komische Stimmung kommt, aber das ist eigentlich immer unbegründet.

    So geht es mir auch! Ich habe auch einige Freunde, mit denen es passt. Darüber bin ich auch froh. Dennoch empfinde ich es tatsächlich manchmal als anstrengend, alle unter einen Hut zu bekommen.

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